Brustvergrößerung
Die Brustvergrößerung oder Mammaaugmentation zählt zu den am häufigsten durchgeführten Schönheits-Operationen in Deutschland. Neben der individuellen Verwirklichung des Bildes von einer idealen Brust kann eine Brustvergrößerung aber auch aus medizinischen Aspekten notwendig werden. So zum Beispiel bei Fehlbildungen der Brust oder wenn sich auf Grund eines Krebsleidens eine Amputation nicht vermeiden ließ. Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts beschäftigen sich Mediziner mit dem chirurgischen Brustaufbau. Anfänglich wurden Materialien wie Bienenwachs, Paraffin oder Polyäthylen als Füllstoffe verwendet, welche jedoch keine dauerhaften Erfolge garantieren konnten. 1963 kam in den USA das erste Silikonimplantat auf den Markt und mit ihm die Revolution in der Geschichte der Brustvergrößerung. Noch heute bestehen die Implantate aus Silikonkissen, welche mit Kochsalzlösung oder Silikongel gefüllt sind. Eine Brustvergrösserung wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt und dauert 1-2 Stunden. Die Operation beginnt mit einem Hautschnitt, welcher meist in die Brustumschlagsfalte erfolgt. Nach Anheben des Brustgewebes wird eine Tasche modelliert und das Implantat unter den Brustmuskel oder die Brustdrüse geschoben. Nachdem der Chirurg die optimale Form der Brust herausgearbeitet hat, wird die Wunde genäht und verbunden. Nach einer Brustvergrößerung sollte sechs Wochen auf körperliche Anstrengung und sportliche Aktivitäten verzichtet werden. Ebenso sollte man die Brust nicht dem direkten Sonnenlicht aussetzen. Neben den üblichen Risiken nach einer Operation gilt die Kapselfibrose als Hauptkomplikation einer Brustvergrößerung. Indem die Bindegewebskapsel des Implantats verhärtet oder schrumpft, kann es zu einer Verhärtung oder Verformung der Brust kommen, was eine erneute Operation nach sich ziehen kann. Regelmäßige Nachuntersuchungen können Komplikationen vermeiden helfen oder frühzeitig beheben.